6. Oktober – 11. November

SHOTS

Gerhild Ebel: Konzeptionelle Serien

Eintritt frei

Flyer (Vorderseite) "Shots" von Gerhild Ebel, 2007
Flyer (Vorderseite) "Shots" von Gerhild Ebel, 2007
Flyer (Rückseite) "Shots" von Gerhild Ebel, 2007
Flyer (Rückseite) "Shots" von Gerhild Ebel, 2007
... in der Ausstellung "Shots" von Gerhild Ebel, 2007
... in der Ausstellung "Shots" von Gerhild Ebel, 2007

Ausstellungseröffnung: Freitag, 5. Oktober 2007, 19 Uhr
Begrüßung: Sigrid Klebba, Bezirksstadträtin für Bildung und Kultur
Einführung: Uwe Warnke, Autor und Verleger
Lesung: Gerhild Ebel & Eberhard Häfner

Gerhild Ebel arbeitet als Künstlerin, Autorin und Herausgeberin in den Grenzbereichen von Bildender Kunst, Wissenschaft und Literatur. Seit 1988 entstehen konzeptionelle Arbeiten (Buchkunst, Installationen, Objekte, Collagen, Arbeiten auf Leinwand), experimentelle Literatur und Arbeiten im öffentlichen Raum. Präsentierte Gerhild Ebel in bisherigen Ausstellungen in erster Linie Installationen, Künstlerbücher, Objekte und Grafiken sind im Projektraum konzeptionelle Serien auf Leinwand der Schwerpunkt.

Die Serie “shots” zeigt Einschüsse in geweisste Leinwände, die ein Abbild von Agressionen, Gewalt und Kriegen der Gegenwart wiedergeben.
Die Serie “portraits” zeigt Buchstaben und Zahlen auf Leinwand, die einem Raster zugrunde liegen und als Psychogramme entzifferbar sind. Wurden bislang in der Bildenden Kunst Menschen über ihr Äußeres abgebildet, entstehen hier Portraits des “Inneren”.

Die Serie “signatures” zeigt flächenfüllend jeweils die Signatur eines bekannten Künstlers auf der Leinwand - eine ironische Betrachtung des Kunstmarktes, bei der ein Kunstwerk in erster Linie über die Signatur Wertschätzung erhält. Gleiches gilt für die Serie "prizes”; hier füllen Preise die jeweilige Leinwand aus. Kunst wird als Wertanlage benutzt.

Besonderes Augenmerk gilt auch der Blattserie “to the nation”, basierend auf der Rede an die Nation von Präsident George W. Bush am 17. März 2003 kurz vor Beginn des Irak-Krieges. Gerhild Ebel löschte den Inhalt der Rede aus; übrig blieben die Interpunktionszeichen, die die Künstlerin minimalistisch mit Cutter aus den Seiten entfernte.
“to the nation” gehört zu einer Reihe politischer Arbeiten der letzten Jahre wie “fine war” “links & rechts” sowie “the labyrinth connection”.


Gerhild Ebel 1965 geboren in Halle/Saale, Studium der Phytopathologie, Martin-Luther-Universität Halle (Diplom 1990), Herausgeberin der Künstlerzeitschrift »miniature obscure« (Zeitschrift für experimentelle Literatur und Kunst) gemeinsam mit Cornelia Ahnert seit 1991; Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen und Galerien des In- und Auslandes, v.a. auf dem Gebiet der Buchkunst (Auswahl), Schweden, Frankreich, Großbritannien, Rußland, Polen, Italien, Niederlande, USA, Australien, Japan, Brasilien, Mexico, Chile) seit 1990; Arbeiten in nationalen und internationalen Museen/Sammlungen (Auswahl), Gutenbergmuseum Mainz, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, Museum of Modern Art New York, Museum of Contemporary Poetry Kitakami Japan, Centre Pompidou Paris, Tate-Gallery London, zahlreiche Stipendien, Preise und Buchveröffentlichungen, lebt freiberuflich in Halle und Berlin

www.gerhild-ebel.de