16. September – 20. Oktober

FARBE_WORT_KLANG_

- Eine andere Landschaft: Eckhard Koenig. Karla Woisnitza. Carl Vetter.

Eintritt frei

Einladungskarte "Farbe_Wort_Klang" von Eckhard Koenig, Karla Woisnitza und Carl Vetter, 2006
Einladungskarte "Farbe_Wort_Klang" von Eckhard Koenig, Karla Woisnitza und Carl Vetter, 2006
Buchworkshop mit Eckhard Koenig "Farbe_Wort_Klang", 2006
Buchworkshop mit Eckhard Koenig "Farbe_Wort_Klang", 2006
Karla Woisnitza in der Ausstellung "Farbe_Wort_Klang", 2006
Karla Woisnitza in der Ausstellung "Farbe_Wort_Klang", 2006
Carl Vetter in der Ausstellung "Farbe_Wort_Klang", 2006
Carl Vetter in der Ausstellung "Farbe_Wort_Klang", 2006

Ausstellungseröffnung: Freitag, 15. September 2006, 19 Uhr
Es spricht: Karla Woisnitza
Steinklänge: Carl Vetter, 19 / 20 / 21 Uhr
Es liest: Ilse Weißgerber, Berlin

Von einer anderen Landschaft als dem Abbild einer gewohnten muss die Rede sein, wenn sich Künstler mit dem Thema LANDSCHAFT auseinander setzen. Drei unterschiedliche Positionen stellen sie hier nebeneinander und miteinander aus.

Eckhard Koenig zeigt seinen mit „Morgenlandflug“ benannten Malereizyklus aus den Jahren von 1990 bis in die Gegenwart. Dieser ist allmählich gewachsene Frucht seiner FARBREISEN in alle Welt und zusammen mit ausgelegten Malerbüchern ergeben sich Zeugnisse und Zusammenklänge von Gefundenem und Empfundenem, Erfundenem und Erlebten: stark farbige und großzügig strukturierte Malerei auf Leinwand, die genährt ist von Collage und Zeichnung. Karla Woisnitza besetzt hier die Position Wort mit ihrer Installation DER GRÜNE STUHL. Die in der Altmark begründete und kurzzeitig auf einer Rasenfläche am Amalienpark Berlin entwickelte Arbeit spielt mit der Wortgruppe „der grüne Stuhl“ in verschiedenen Sprachen und Schriften in Beziehung zu Bildformen und der Überraschung durch einen realen Gegenstand. Wort, Schrift, Bedeutung, Gegenstand und zugehörige Klangmöglichkeiten bilden eine Figur, deren Konkretion als Gesamtheit zumeist im Schatten liegt. Carl Vetter definiert den gesamten Projektraum zum KLANGRAUM. Er platziert in die konkrete Architektur des Raumes verschiedene Klangsteine, denen er durch positionieres Anschlagen oder Reiben mit einem kleineren Schlagstein Töne entlockt und sie zum Klingen bringt. Außerhalb der Klangaktionen bilden die Steininstallationen Zeichen der Landschaften, denen der Künstler die Klangsteine entnahm: Muschelkalksteine aus dem Ilmtal bei Weimar, Flint- bzw. Feuersteine von der Mecklenburgischen Ostseeküste nahe Boltenhagen und immer wieder Steine von der Westküste Irlands, Vetters Arbeitsort seit fast 28 Jahren. Dorthin führt er den Besucher auch mittels „tracks“ über Kopfhörer in einem permanenten kleinen Klangraum und einer fotografischen Dokumentation. Karla Woisnitza, Berlin im August 2006


VERANSTALTUNGEN:

Workshop: Samstag, 30. September 2006, 15 –17 Uhr im Projektraum
Ein künstlerisches Buch selbst anfertigen und gestalten–
praktische Einführung mit Eckhard Koenig

Finissage: Freitag, 20. Oktober 2006, 20 Uhr:
Klangperformance mit Carl Vetter, Steinklänge und Heiko Löchel: Fagott, Bassblockflöte
Videoporträt Karla Woisnitza (Quaternio III) von Sandoval Fagundes, Joao Pessoa / Brasilien 2002
Eintritt: 3 €