15. Januar – 19. Februar

ALLES WAS GING

Unabhängige künstlerische Positionen in Friedrichshain der 1980er Jahre

Eintritt frei

Flyer "Alles was Ging", 2010
Flyer "Alles was Ging", 2010

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 14. Januar 2010, 19 Uhr
Begrüßung: Martin Düspohl, Leiter des Fachbereichs Kultur und Geschichte
Rede: Dr. Dirk Moldt, Historiker
Musik: Matthias Gassert, Schlag-Zeug

Die 80er Jahre haben in der DDR viele Veränderungen im Selbstbewusstsein ihrer Bürger hervorgerufen. Die Pattsituation nach der Biermann-Ausbürgerung wurde Ende der 70er Jahre durch ein politisches Tauwetter abgelöst, das insbesondere die jungen Künstler und Literaten für sich zu nutzen wussten. Die großen Städte Leipzig, Dresden, Erfurt, Halle und besonders Ostberlin boten gute Bedingungen unabhängig von staatlicher Gängelei eigene künstlerische Wege zu gehen. Illegale Künstlerzeitschriften entstanden, Wohnungslesungen fanden statt, Konzerte wurden veranstaltet usw. Es entstand eine 2. Kultur. Die Künstler schufen Freiräume, die sie selbstbewusst bis Ende 1989 behaupteten. In Friedrichshain gründete Uwe Warnke 1982 die Künstlerzeitschrift ENTWERTER/ODER. Thomas Günther brachte mit der Gruppe Jahn/Günther/Bach Künstlerbücher und Editionen heraus. Das unabhängige Medea-Theater hatte hier seine ersten Wohnungsaufführungen. 1989 gründete Maximilian Barck sein Projekt Herzattacke. Die Ausstellung möchte dieses ansatzweise noch einmal aufzeigen.

Führungen:
Samstag, den 30. Januar, 16 Uhr mit Thomas Günther
Samstag, den 13. Februar, 16 Uhr mit Uwe Warnke