12. März 2026, 20:00 Uhr
Jazz in der Alten Feuerwache | Komoll/Fink/Nakajima
Konzert & Jam-Session
Eintritt frei
In ihrem neuen Projekt lassen die drei Ausnahmemusiker musikalische Ideen zu Konzeptstrukturen reifen, die wie alle Konzepte die DNA ihrer Zukunft in sich tragen, miteinander musizierend, lassen sie sich als narrative Verläufe ihrer Kommunikation wahrnehmen. Geprägt von tiefer Stille und intensiver emotionaler Resonanz, führt das Trio den Zuhörer metaphorisch durch vergessene Sphären, wo sie die traditionelle Ästhetik mit den intellektuellen und mystischen Elementen verschmelzen. Die Stücke laden das Publikum in Dimensionen ein, in der Musik über bloße Audition hinaus geht und das eigene Wesen berührt, um gefühlt und gelebt zu werden.
Johannes Fink stammt aus einer Musikerfamilie über mehrere Generationen. Nachdem er die Instrumente Klavier, Schlagzeug, Gitarre und Kontrabass ausübte, überschreitet er mittlerweile gerne mit dem Cello, mit welchem er seinen ganz unverwechselbaren Sound entwickelt hat dogmatische Grenzen. Von Berlin ausgehend musizierte er mit Legenden wie Henry Threadgill, Lee Konitz, Louis Sclavis, Tyshawn Sorey und unendlich vielen weiteren tollen Musikern! Er performt bevorzugt an Orten mit ausgereifter kulinarischer Situation. Seine Kompositionen bereichern seine Projekte, und er liebt die spontane Improvisation.
Shinichi Nakajima begann während seines Physikstudiums an der Universität, Jazz in einer Big Band zu spielen. Nach seinem Abschluss lernte er Musik und Schlagzeug in Osaka und Tokio und begann, in Jazzclubs und auf Musikfestivals in Tokio sowie in anderen Städten Japans aufzutreten. Seit 2014 lebt er in Berlin und setzt dort seine musikalische Laufbahn fort, mit Schwerpunkt auf Jazz, Funk und Latin. Derzeit spielt er regelmäßig bei Lionel Haas 3 (Jazz), Rhythmic Rendezvous (Swing Jazz), Juanita Laló & Friends (Latin), Roby Edwards 4 (Jazz), Sanra-boshi (Free Jazz) sowie in weiteren Bands und Sessions in Berlin und anderen Städten.
Felix Komoll fand früh Zugang zur Musik. Mit dem Klavierspiel begann er im Alter von fünf Jahren, später kam die Gitarre dazu. Er war Meisterschüler von Prof. Siegfried Behrend, Carlo Domeniconi und Ferenc Snetberger, und er studierte an der Rubin Academy for Music and Dance in Jerusalem mit dem Hauptfach Jazzgitarre, und am GIT New York.
Als Komponist beschäftigt Felix Komoll sich mit den Schnittstellen von Improvisation und komponierter Musik sowie dem kulturellen Erbe unterschiedlicher Stilrichtungen, Epochen und Kulturen. Seine Transkriptionen einzelner Stücke aus Bela Bartoks Mikrokosmos sowie der Violinsolosonate von Prokoffiew als Adaption für Konzertgitarre erzielten internationale Resonanz. Seine Kompositionen wurden u.a. vom Babylon Orchester aufgeführt.
Johannes Fink Cello Electronics
Shinichi Nakajima Drums
Felix Komoll Flutes, Oud, Guitar
„Die Lichter schneiden durch die Finsternis der Stille, es entsteht ein größerer Moment der atmet, der blutet, der einen nicht mehr loslässt... Der Fluss des Lichts ins Dunkel und jede Bewegung schafft intensiv rohe Tatsachen, auf die zu reagieren unausweichlich ist, und wir sind in einem dreipoligen Gespräch über Befindlichkeiten im Spannungsfeld von Kooperation und eigenem Beitrag.“
Der argentinische Autor Oswaldo Molina Vasquez über die Musik des Trios