12.12.2020 - 02.05.2021

Häuser besetzen sowieso

30 Jahre Hausbesetzungen in Ostberlin

Virtueller Rundgang durch die Ausstellung und weitere Informationen zum Thema auf der Website: https://besetzensowieso.de

2020 jährt sich das Aufblühen der Haubesetzerszene im Osten Berlins nach dem Aufbruch vom Herbst '89 zum 30. Mal. Im kurzen Zeitraum zwischen November 1989 und Sommer 1990 wurden weit über hundert Häuser besetzt. Protagonist*innen dieser Szene nehmen dies zum Anlass, auf unkonventionelle Weise zu resümieren – Menschen unterschiedlichsten Alters und mit unterschiedlichen Perspektiven auf Politik, Gesellschaft und Kultur. Diese Multiperspektivität herauszuarbeiten, ist auch Ziel der Schau, in der es vor allem auch um Hoffnungen, Erfahrungen, Niederlagen und nicht Beendetes geht.

Mit freundlicher Unterstützung durch Mittel der Projektförderung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg.


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Ausstellungsansichten: Giovanni Lo Curto



24.10. - 06.12.2020

Flüchtig schimmert das Licht

Liz Mields-Kratochwil
Vera Oxfort

Soft Opening: Freitag, 23.10., ab 18 Uhr
Einführung: Jaana Prüss, Kulturaktivistin


Die Grundlagen zu den Arbeiten der beiden Berliner Künstlerinnen sind Liniengeflechte, die Liz Mields-Kratochwil mit feinen Drahtgeflechten an Objekten und Vera Oxfort mit Bleistiftlinien auf den Leinwänden verbindet. Dabei entstehen feingliedrige Flächen von weichem, voluminösem Gefüge, dem bei aller Friedlichkeit der Oberfläche eine oft provokante Tiefschichtigkeit zu Eigen ist. Hier wie dort wird eine Ferne aufgerufen, die in der Distanz bleibt und beim Betrachter das Gefühl von Nähe herzustellen vermag. Die reduzierte Darbietung ihrer Werke ermöglicht dem Betrachter die Wahrnehmung einer Aura, ohne dass man ihr je habhaft werden könnte.

Liz Mields-Kratochwil tritt mit ihren Drahtinstallationen in den Raum hinein,
öffnet dadurch neue Perspektiven und spielt mit Licht und Schatten der Objekte und des Raumes.

Vera Oxfort öffnet dagegen mit ihren meist großformatigen, monochromen Bildern, neue, imaginäre Räume an den Wänden. Die stillen, oft nur in zarten Farben gehaltenen Werke, fordern die Geduld des Betrachters, um erst nach einer gewissen Zeit eine Bewegung, ein Pulsieren freizugeben und neue Farben zu erleben.


Sonnabend, 31.10. // 21.11. // 16 Uhr
Ausstellungsrundgang mit den Künstlerinnen


Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.

Aufgrund der aktuellen Situation ist die Besucher*innenzahl begrenzt.
Bitte bringen Sie Ihren Mund-Nase-Schutz mit und halten Sie die Hygiene- und Abstandsregelungen ein.

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Einladung

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Foto: Eric Tschernow

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Foto: Eric Tschernow

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Foto: Eric Tschernow



28.08.-18.10.2020

Götz Lemberg: SPREE – CUTS. Porträt einer StadtFlussLandschaft. Zum 100. Jubiläum von Groß-Berlin 1920-2020



Götz Lemberg: SPREE – CUTS. Porträt einer StadtFlussLandschaft. Zum 100. Jubiläum von Groß-Berlin 1920-2020

Soft Opening: Donnerstag, 27.08.2020, ab 18 Uhr
Begrüßung: Clara Herrmann, Bezirksstadträtin für Finanzen, Umwelt, Kultur und Weiterbildung
Einführung: Ludger Derenthal, Leiter Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin

London hat die Themse, Paris die Seine und Rom den Tiber. Die Spree spielt als urbaner Fluss in der Berliner Wahrnehmung heute aber kaum noch eine Rolle.
Für das Entstehen Groß-Berlins war sie allerdings ein wichtiger Faktor für Freizeitvergnügen und ein zentraler Transportweg. Das dreiteilige Ausstellungsprojekt »SPREE-CUTS. Porträt einer StadtFlussLandschaft« von Götz Lemberg bringt den Fluss zurück in das Bewusstsein. Und zwar vom Eintritt der Spree in die Großstadt weit im Osten über ihren Weg durch die neuen Hauptstadtbauten in Mitte bis hin zu ihrer Mündung in die Havel am westlichen Stadtrand.

In drei kommunalen Galerien in Friedrichshain, Moabit und Spandau zeigt der Fotokünstler Götz Lemberg (*1963 in Frankfurt/M.) seinen Blick auf die urbane Spree. Vom Müggelsee bis zur Mündung in die Havel wird pro Kilometer auf Höhe der Wasseroberfläche ein dreiteiliger »Fotoschnitt« von beiden Ufern aufgenommen: Ein Blick auf Berlin aus der Sicht des dahinströmenden Flusses. Als Rundpanorama in der Alten Feuerwache, als 60 Meter langes Fassadenbild an der Galerie Nord und als raumgreifende Doppelufer-Open-Air-Ausstellung auf der Zitadelle Spandau eröffnet Götz Lemberg mit SPREE-CUTS völlig neue Perspektiven auf die vergessene Lebensader der Hauptstadt und das heutige Groß-Berlin. Der Künstler schließt mit dieser stadtgreifenden Ausstellung sein Langzeit-Porträt der Berlin-Brandenburger Region anhand ihrer wichtigsten Flüsse ab.

Die Ausstellung Spree-Entrée in die Stadt im Projektraum bildet den Auftakt des dreiteiligen Ausstellungsprojektes SPREE – CUTS. Porträt einer StadtFlussLandschaft.
Friedrichshain: Hier tritt die Spree in die Stadt und wird zur Lebensader, die durch die Stadtlandschaft ihren Lauf nimmt. In der ehemaligen »Alten Feuerwache«, wo das Wasser vor 100 Jahren eine lebensrettende Funktion hatte und deren Architektur mit ihren geklinkerten Rundbögen im Innenraum an Wasserspeicher erinnert, transformiert Lemberg den heutigen Projektraum in eine facettenreiche Installation, die die Spree als einen fiktiven Fluss vorstellt. In seiner Mitte tauchen die Besucher*innen ein und sind Teil des flutenden Kreislaufs. Alles verwandelt sich in einen Möglichkeitsraum – ohne Anfang, ohne Ende. Kraftwerk stößt an Kunstwerk, Müggelturm an Büroturm, Bundestag an Strandbad, Schloss an Kolonie. Zusammenhänge werden verrückt und neu gestaltet.


7. KGB-Kunstwoche vom 28.08. bis 06.09.2020:
Sonnabend, 05.09.2020, 16 Uhr // Projektraum
Ausstellungsrundgang mit Götz Lemberg

Europäischer Monat der Fotografie:
Mittwoch, 07.10.2020, 18 Uhr // Projektraum
Ausstellungsrundgang mit Götz Lemberg

HINWEIS: Aufgrund der aktuellen Situation ist die Besucher*innenzahl begrenzt. Bitte bringen Sie Ihren Mundschutz mit und halten Sie die Hygiene- und Abstandsregelungen ein.


Spreemündung
11.09.-27.12.2020
ZAK – Zentrum für Aktuelle Kunst – Zitadelle Spandau
Soft Opening: Do, 10.09.2020, ab 16 Uhr
http://www.zitadelle-spandau.de

Spreeverlauf-Spreebogen
12.09.-17.10.2020
Galerie Nord / Kunstverein Tiergarten
Soft Opening: Fr, 11.09.2020, ab 18 Uhr
http://www.kunstverein-tiergarten.de

http://www.goetzlemberg.de


Das Projekt wurde ermöglicht durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Mit freundlicher Unterstützung durch die bezirklichen Förderfonds der Senatsverwaltung Kultur und Europa und der Berliner Wasserbetriebe.
Eine Kooperation mit den Bezirksämtern Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Spandau von Berlin, Fachbereiche Kunst, Kultur und Geschichte





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© Götz Lemberg

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© Götz Lemberg

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11.07.-23.08.2020

NEW EAST POETISTAS

Ausstellung mit Jasmina Al-Qaisi, Ioana Cîrlig,
Larisa Crunțeanu & Patricia Morosan

Eröffnung: Freitag, den 10.07.2020, ab 17:00 Uhr


Die Ausstellung New East Poetistas verhandelt die Transformation europäischer Geografien und Identitäten. Ausgewählt von der Fotografin und bildenden Künstlerin Patricia Morosan, reflektieren die gezeigten Arbeiten von Jasmina Al-Qaisi, Ioana Cîrlig, Larisa Crunțeanu und Patricia Morosan die sich verschiebenden Eigen- und Fremdwahrnehmungen Mittel- und Südosteuropas und folgen Lebenswegen und Beschäftigungen der Bewohner*innen dieser Region.

Normalerweise bezeichnet das Suffix -ista die Zugehörigkeit zu einem Bereich, eine Anhängerschaft. Demgegenüber handelt es sich bei den New East Poetistas um Künstlerinnen, die auf Grundlage ihrer Begegnungen und Beobachtungen je eine ganz eigene künstlerische Sprache ausarbeiten, in der die Herstellung des Neuen (lat. poiesis) mit poetischen Verfahren und Bildfindungen koinzidiert. Gemeinsam ist ihnen eine biografische Verbindung zu Rumänien; ihre Lebensmittelpunkte sind Bukarest, Halle und Berlin. Von hier aus denken die Poetistas – drei Jahrzehnte nach 1989/1991 – über den sogenannten ‚Neuen Osten‘ als fragwürdiges Branding Osteuropas nach. Sie zählen zur ‚Generation Transformation‘, auch „Kinder des Postkommunismus“ (Boris Buden) genannt, die ihre Kindheit in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren erlebten und seither global sozialisiert worden sind.

Für ihre Arbeit (I) Remember Europe (2018) bereiste Patricia Morosan aus Berlin Ortschaften in sieben mittel- und osteuropäischen Ländern (Estland, Litauen, Weißrussland, Ukraine, Slowakei, Deutschland und Polen), die zu unterschiedlichen historischen Zeitpunkten je als geografisches „Zentrum Europas“ angesehen wurden. Morosans Fotografien aus ihrem gleichnamigen Fotobuch entfalten eine Psychogeografie von Menschen, Landschaften, Dörfern, Städten und Bauwerken, die den kartografischen Konstruktionen des Zentrums teils vorausgehen, teils auf sie reagieren. In ihnen zeigt sich nicht nur die generelle Veränderlichkeit von Grenzen – Morosan fasst sie als „kontingentes Element der Konstruktion Europas“ zusammen. Die unausgesetzte Neubestimmung und Verschiebung von Zentren und Peripherien unterhöhlt auch jede feststehende Bedeutung von „Ost-“ oder „West-“ Europa.

Die Verschiebung von Zentren wird auch in der Werkserie Postindustrial Stories (2012-15) der in Bukarest lebenden Fotografin Ioana Cîrlig zum Thema. Postindustrial Stories ist das Ergebnis eines mehrjährigen Forschungsaufenthalts in zwei ehemaligen Bergbau-Städten Rumäniens und thematisiert den Verfall ökonomischer Hotspots infolge des Niedergangs der Bergbau-Industrie seit den 2000er Jahren und das Leben in ihren entvölkerten, ökologisch verheerten Überresten. In einer zweiten Werkserie, Zâne (2014-17), lenkt die Künstlerin unsere Aufmerksamkeit von einer post- auf eine präindustrielle Situation und betrachtet das kräftezehrende agrikulturelle Leben von Frauen im rumänischen Landkreis Maramureș, Oaș, im Apuseni-Gebirge und im Donaudelta. Auch das sind weibliche Identitäten heute: die Landwirtin in Zâne arbeitet hoch oben auf dem Heuhaufen und die sechzehnjährige Tochter der Pilzpflücker*innen wärmt sich am Feuer, während sie auf ihre Eltern wartet. In Cîrligs magisch-realistische Bilder und Szenen fließen individuelle Biografien, lokale Mythen und naturbezogener Aberglaube als spekulatives Material mit ein.

Larisa Crunţeanus Videoarbeit Jealous of the Forest (mit Traian Frâncu, produziert von META Cultural Foundation, 2018) zeigt einen Moment im Alltag eines alleinstehenden Mannes, eines professionellen Folklore-Musikers im ländlichen Rumänien. Beim Gang mit den Heugabeln durch seinen weiten Garten ist sein Blick durchgängig auf gleich zwei Mobiltelefone gerichtet – auch ein Verweis auf die kommunikationstechnologisch gemorphten und erweiterten Geografien Europas. Am Ende seines Ganges interpretiert er unvermittelt das Lied Bine-i codrule de tine (Jealous of the Forest), ein Volkslied aus dem 19. Jahrhundert. Er besingt die vermeintliche Unerschütterlichkeit des Waldes, der schmerzlichen unerwiderten (Liebes-)Gefühlen insofern überlegen sei. Dabei hängt der Wunsch, so „gefühllos wie der Wald“ zu sein, mit der massiven, ökonomisch bedingten Abwanderung von Frauen aus ruralen Gegenden speziell nach der EU-Osterweiterung zusammen. In Jealous of the Forest verbinden sich die Gegenwart Europas und kulturelles Erbe zu ebenso prekären wie anrührenden Konstruktionen von Männlichkeit.

Bine Biene (2020) ist eine Soundinstallation von Jasmina Al-Qaisi (Szenografie: Pelin Gebhard), die im Zusammenhang mit dieser Ausstellung produziert wurde. Startpunkt der Arbeit ist die Frage nach der Genealogie der Fürsorge. Die in Berlin und Halle lebende Künstlerin fragte gleichaltrige Frauen (Erinnerungen von & mit Despina Ilinca Maria Iorga, Smaranda Ursuleanu, Sina Kerschbaum, Olga Konik, Natalia Acevedo Ferreira, Adela, Ioana, Sasha Nicolae und Ligia Popa) aus ihrem kosmopolitischen Freundeskreis, ob und (wenn ja) welche Erwartungen, Verpflichtungen und Bürden sie angesichts intergenerationaler Bindungen und affektkultureller Übertragungen empfinden, und auf welche Weisen sie sich diesen entziehen. Dabei ist die Figur einer unermüdlichen Gastgeberin* – als ein verdrehter Archetyp weiblicher Identität („fleißige Biene“) – konstant im Material ihrer Recherche anwesend. Al-Qaisi reagiert hierauf mit einer Poetik aus selbstgenerierten Geräuschen, Wiederholungen und Homophonien, vermittels derer sie die Gespräche und eigenen Nachforschungen gleichsam im Modus der Widerständigkeit ausplottet. Bine Biene ist ein akustisches Sprachexperiment zur symbolischen Mitgift der jungen Frauen der Transition („girls of transition“)und ihrer wahlverwandten Schwestern.

New East Poetistas ist eine zeitgeschichtliche Momentaufnahme rumänisch-europäisch-globaler Lebensformen aus zugleich diagnostischer und spekulativer Perspektive. Die Lebenskünste des mobil vernetzten Folklore-Sängers (Crunţeanu), die in ihren eigenen Worten übermenschliche Qualität der Frauen aus Zâne („superhuman women“) und die durch die Entwaldung und den Tagebau verheerten Landschaften in Postindustrial Stories (Cîrlig) stellen einerseits die Begrenztheit des Alltagslebens offen zur Schau, andererseits kommunizieren sie einen Mehrwert, der sich der selbsterschöpfenden Logik dokumentarischer Bilder widersetzt und über die Ästhetik der Repräsentation hinausgeht. Die stimmliche Polyphonizität weiblicher Geschichten (Al-Qaisi) und die geografisch-symbolischen Verschiebungen Europas (Morosan) sind die Klaviaturen der Poetistas, die den ‚Neuen Osten‘ je auf ihre eigene Weise transformieren.
Text: Ulrike Gerhardt



PATRICIA MOROSAN (geb.1984) studierte Filmwissenschaften und Kunstgeschichte in Bukarest und Berlin und Photographie an der Ostkreuzschule in Berlin. Sie ist Teil des internationalen Fotokollektivs ”Temps Zero” und Artistania e.V.

IOANA CIRLIG (geb.1987) ist eine Fotografin, deren Arbeiten ein Langzeit-dokumentarischen-künstlerischen Charakter vorweisen. Sie hat an der Universität der Künste in Bukarest Fotografie studiert und hat das Zentrum für dokumentarfotografie 2016 in Rumänien mitbegründet.

JASMINA AL-QAISI (geb. 1991) hat Politik- und Kulturwissenschaft und Journalismus in Bukarest und visuelle Kommunikation in Ljubljana studiert. Sie ist formal eine visuelle Ethnographin und Kulturkorrespondentin. Sie pendelt zwischen Ton und visueller Poesie. Sie lebt in Berlin und arbeitet im Archiv des Kunst- und Projektraums SAVVY Contemporary seit 2016, wo sie verschiedene Ausstellungen mitkuratiert hat. Sie forscht seit 2018 zusammen mit Research Sound & Wave Kollektiv, schreibt für verschiedene Magazine (Revista Arta, Scena 9), produziert sound poetry und macht Radio (Untraining the Ear-Deutschland Radio Kultur/Klangkunst, Radio Egon, Radio Cortax, Cashmere Radio, Savy Funk Radio für documenta 14 u.a.).

LARISA CRUNTEANU (geb. 1986) hat Film und Fotografie an der Universität der Künste Bukarest und Warschau studiert. Zurzeit ist sie Doktorandin an der Universität der Künste in Bukarest.


Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler sowie Mittel der Projektförderung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg.


Aufgrund der aktuellen Situation ist die Besucher*innenzahl begrenzt.
Bitte bringen Sie Ihren Mundschutz mit und halten Sie die Hygiene- und Abstandsregelungen ein.


www.jasminescu.com
www.larisacrunteanu.com
www.ioanacirlig.ro
www.patriciamorosan.com

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© Patricia Morosan

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© Patricia Morosan




06.06. – 05.07.2020

BLOOMING

Melanie Haefner, Fotografie

Ausstellungseröffnung: Freitag, 5. Juni 2020, 19 Uhr
Wir weisen darauf hin, dass die Hygiene- und Abstandsregeln
einzuhalten sind.

Bildnisse zweier Frauen. Anmut, Vergänglichkeit, Geheimnis. Taumeln.
Sich verlieren und sich finden. Wieder und wieder. Gesehen werden. Gleichsam kraftvoll und eindringlich erspüren die poetischen Bilder der Künstlerin intimes Suchen und Begehren, Sinnlichkeit und Sehnsucht.
Der wichtige Bezug des Menschen zur Natur, der in unserer Zeit mehr und mehr zu verschwinden droht, ist dabei ein wichtiges Element ihrer Arbeiten.

Melanie Haefner arbeitet als freie Fotografin in Berlin. Aufgewachsen in der DDR, studierte sie nach dem Mauerfall Philosophie und Umweltwissenschaften in Berlin und Wien sowie angewandte und künstlerische Fotografie an der Prager Fotoschule Österreich. Sie absolvierte mehrere Seminare an der Ostkreuzschule für Fotografie, u.a. bei Sybille Fendt und Grit Schwerdtfeger ebenso wie die Freie Klasse von Eva Bertram an der Neuen Schule für Fotografie Berlin. Für ihre Portraitserien begleitet Melanie Haefner ihre Protagonisten zumeist über einen längeren Zeitraum. Die wiederholten Treffen lassen sie in die Seele der Menschen schauen.
Ruhige, intime, poetische Bildnisse entstehen, die kraftvoll nachwirken. Eindringliche Bilder, die dem Betrachter Raum und Berührung mit (s)einer ganz eigenen Geschichte lassen. Melanie Haefner zeichnet eine klare, klassische Komposition und erzeugt eine authentische, exzeptionell ästhetische Bildsprache. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgestellt.

http://www.melaniehaefner.com

Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.

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Blooming © Melanie Haefner

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Ausstellungsansichten Fotos: Melanie Haefner


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14.05. - 30.05.2020

Heroes

Künstlerische Werkstätten
des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg 2020

Zur Eröffnung am Donnerstag, dem 14. Mai,
ist die Ausstellung von 12:00 – 18:00 Uhr geöffnet.

Eine ganze Woche lang konnten die Schüler*innen sich intensiv mit ihren Materialien auseinandersetzen und herausfinden, was man so alles machen kann – mit Licht, einem Bleistift, der Spraydose, einer Fotokamera, dem IPad, dem eigenen Körper, der Stimme, einem Klumpen Ton, verschiedenen Holzarten und Farben.

Zusammen mit der benachbarten Clara-Grunwald- und der Hector-Peterson-Schule war die Jugendkunstschule FRI-X BERG Gastgeber*in und zugleich Initiator*in dieser Künstlerischen Werkstätten, an denen insgesamt 80 Schüler*innen der 6. und 7. Klassen teilgenommen haben. Professionell angeleitet wurden sie von freischaffenden Künstler*innen und Kunstlehrer*innen, die alle als Dozent*innen oder abgeordnete Lehrkräfte an der Jugendkunstschule unterrichten.



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Einladung






17.02. - 15.03.2020

Klick clever. WEHR DICH. Gegen Cybergrooming

Interaktive Ausstellung

Zur Eröffnung am Mittwoch, dem 12. Februar 2020, 15 Uhr laden wir Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen und alle Interessierten herzlich ein.

Begrüßung: Julia von Weiler, Vorstand Innocence in Danger


Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft und die Nutzung der Technik in allen Lebensbereichen bedeuten, dass das Internet auch für die Ausübung von Gewalt intensiv genutzt wird.

Unter Cybergrooming verstehen wir das gezielte Ansprechen von Kindern und Jugendlichen im Internet (z.B. bei Online-Spielen, in Live-Chats, in den sozialen Medien), um ihr Vertrauen zu gewinnen und sie sodann zur Vornahme sexueller Handlungen zu manipulieren. Häufig werden durch die Täter und Täterinnen Filmaufnahmen und/oder Fotos hergestellt. Sie haben dadurch ein weiteres Druckmittel gegen die Kinder in der Hand.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht deshalb eine interaktive Ausstellung, in der die Kinder spielerisch interaktiv auf die Gefahren des Cybergroomings aufmerksam gemacht werden.


Öffnungszeiten
Durchläufe für Schulklassen:
Mo / Mi / Do 08.30 – 15.30 Uhr; Di / Fr 8.30 – 12.45 Uhr Bitte anmelden!
Für Interessierte ist „Klick Clever“ nachmittags ab 15.30 bzw.13.00 - 17.00 Uhr geöffnet.

Durchläufe für Familien:
So 23.2./ So 1.3./ Sa 7.3./ Sa 14.3.: 14.00 – 16.00 Uhr Bitte anmelden!

Interessierte: Sa – So 11.00 – 19.00 Uhr

Buchungen für den durch Fachpersonal begleiteten Besuch der interaktiven Ausstellung unter
https://www.eTermin.net/­InnocenceinDangereV

Kosten: kostenlos
Dauer eines Durchlaufs: 2 Stunden



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30.11. – 22.12.2019 // 02.01. – 09.02.2020

Friedrichshain by the Sea

Monika Goetz
Rauminstallation

Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 29. November, 19 Uhr
laden wir Sie herzlich ein.
Einführende Worte: Dr. Julia Wallner, Georg Kolbe Museum
Musik: Anna Viechtl, Harfe (Improvisation)

Die Installation „Friedrichshain by the Sea“ der Berliner Künstlerin Monika Goetz besteht aus rund 1.800 leeren Flaschen, die ehemals Sekt, Wein und Champagner enthielten ...
In vier architektonischen Feldern des ehemals als Spritzenhaus genutzten Raumes formiert die Künstlerin die Flaschen in der dynamischen Silhouette einer hohen Welle, die sich in der Mitte überlebensgroß auftürmt und in einer hellen Schaumkrone gipfelt. … Kommunikation und Wahrnehmung sind Grundthemen von Monika Goetz‘ künstlerischem Werk. Sie befragt in ihren Arbeiten ästhetische und naturwissenschaftliche Kategorien zur Wahrnehmung von Raum und Zeit und nutzt Sinnestäuschungen, Irreführungen und Verführungen durch Glanz, Licht und Verblendung. Spiegel, Glas und Licht dienen ihr als bevorzugte Materialien ihrer installativen, meist unmittelbar ortsbezogenen Arbeiten für den Ausstellungsraum und auch in öffentlichen Interventionen und wirken häufig wie Wahrnehmungsfilter …
Dr. Julia Wallner


Begleitprogramm

Samstag, 14. Dezember 2019, 16 Uhr
Ausstellungsrundgang und Gespräch mit Monika Goetz


Samstag, 11. Januar 2020, 19:30 Uhr
Konzert LUX:NM "WAVES"
Werke von Frederic Rzewski, LUX:NM, Terry Riley u.a.

Ruth Velten (Saxophone), Florian Juncker (Posaune), Vitaliy Kyianytsia (Keyboard/sounds)


Freitag, 17. Januar 2020, 20 Uhr
Konzert Adamello Quartett

Mark André
›E‹ für Cello
Adele Bitter (Violoncello)

›iv 13‹ - Miniaturen für Streichquartett
Clemens Linder (Violine), Nikolaus Kneser (Violine), Susanne Linder (Viola), Adele Bitter (Violoncello)

Eintritt frei


Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler sowie Mittel der Projektförderung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, der Käthe-Dorsch- und Agnes-Straub-Stiftung und Lichtplanung von BuroHappold Engineering.

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Foto: Bernd Borchardt

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Foto: Bernd Borchardt





12.10. - 17.11.2019

Versunkene Welten – Arbeitsalltag DDR

Georg Krause
Fotografien 1982 – 89

Ausstellungseröffnung: Freitag, 11. Oktober 2019, 19 Uhr
Begrüßung: Clara Herrmann, Bezirksstadträtin für Kultur und Weiterbildung
Einführung: Stefan Raum, Fotohistoriker
Musik: Holly Schlott - Trans-Sax


Der 1956 in Herrnhut geborene Georg Krause sieht sich als Menschenfotograf. Er steht damit in der Tradition jener Fotografinnen und Fotografen, die zum Beispiel in der DDR sozialisiert wurden und hier ihre Aufgabe als teilnehmende Beobachter fanden. Er hat selbst vor seiner fotografischen Karriere als Bergmann gearbeitet und blieb in vielen seiner Projekte bei der Schilderung der Arbeit und der Lebensverläufe der „kleinen Leute“. Jenseits der Propaganda entstand eine Revision alter Heldenbilder.

Auch nach der Wende blieb Georg Krause ein aufmerksamer Beobachter und engagierter Teilnehmer am realen, sich schnell verändernden Geschehen.
Dabei baut er die Anlage seiner Projekte als vergleichende Dokumentationen aus. Der Fotograf verfolgt dabei eine Portraitauffassung, die auf einer persönlichen Annäherung an das Modell einerseits und einer Einladung des Betrachters zu eigener gedanklicher Einordnung andererseits, beruht.

www.georg-krause.de


Begleitprogramm:

Dienstag, 22. Oktober 2019, 19 Uhr
Ruth E. Westerwelle: 30 Jahre Maueröffnung
Nicht von Dauer war die Mauer – Die Frauen von ORWO
Visuelle Lesung und Gespräch

Samstag, 26. Oktober 2019, 16 Uhr
Ausstellungsrundgang und Gespräch mit Georg Krause

Donnerstag, 31. Oktober 2019, 19 Uhr
Lesung Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute
Daniela Dahn im Gespräch mit dem Historiker Dr. Dirk Moldt

Eintritt frei


Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.

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Schmelzer, 1985

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Ausstellungsansicht, Foto: Georg Krause





17.08. – 29.09.2019

4 x 3: Bauhaus

Ausstellungseröffnung: Freitag, 16.08.2019, 19 Uhr
Begrüßung: Clara Herrmann, Bezirksstadträtin für Kultur und Weiterbildung
Einführende Worte: Dr. Birgit Möckel, Kunsthistorikerin und Kuratorin

Künstlerinnen:
Anna Borgman, Installation und Objekt (www.borgman.dk)
Ines Doleschal, Malerei und Collage (www.ines-doleschal.de)
Susanne Piotter, Objekt und Druckgrafik (www.susanne-piotter.com)
Haleh Redjaian, Zeichnung (www.halehredjaian.com)

Als Walter Gropius 1919 das Staatliche Bauhaus in Weimar eröffnete, lud er alle Talentierten „ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht“ ein, sich zu bewerben. Unerwartet viele Frauen bewarben sich um einen Studienplatz. Doch die Geschlechtervorstellungen der Bauhausmeister waren weit weniger modern als ihr Ruf und so wurden die jungen Frauen den Werkstätten für Weberei und Kunstgewerbe zugewiesen. Malerei, Architektur oder Stadtplanung blieben rein männliche Domänen – gegründet auf der Vorstellung, Frauen hätten weder räumliches Denkvermögen noch originäre Schöpferkraft.

In der Ausstellung „4 x 3: Bauhaus“ zum Jubiläumsjahr des Bauhauses überdenken die vier Berliner Künstlerinnen Anna Borgman, Ines Doleschal, Susanne Piotter und Haleh Redjaian diese Zuordnungen kritisch. In ihren zum Teil für die Ausstellung geschaffenen Arbeiten beziehen sie sich auf die (noch immer) virulenten Rollenklischées im Kunstbetrieb und feiern in Beton und anderen Baumaterialien, auf Papier und Leinwand die endgültige Absage an die tradierten Vorurteile. Als Hommage an jene Bauhaus-Künstlerinnen, die auf einen anderen Weg gezwungen wurden, als sie gemäß ihrer Begabung avisierten, rekurriert die Ausstellung auch auf Persönlichkeiten wie Otti Berger, Gunta Stölzl, Anni Albers und weitere, die bis heute im Schatten ihrer männlichen Bauhaus-Kollegen oder Meister-Ehemänner stehen.


Programm:

Freitag, 06.09.2019, 19 Uhr
"Vor uns lag ein riesiges Experimentierfeld" (Gunta Stölzl).
Die Bauhausfrauen und ihr Aufbruch in die Moderne.
Lesung und Gespräch mit Dr. Ulrike Müller (Weimar), Kulturwissenschaftlerin, Autorin (Bauhaus-Frauen 2014/2019)

Das Bauhaus wird vor allem mit Namen wie Gropius, Klee, Kandinsky oder Mies van der Rohe assoziiert. Weniger beachtet dagegen sind die vielen großartigen Künstlerinnen, Pädagoginnen und Gestalterinnen des Bauhauses, die mit ihrer Entschlossenheit, ihren vielseitigen Begabungen und ihren Visionen das Bauhaus und die Moderne maßgeblich prägten.
Dr. Ulrike Müller würdigt in ihrem Buch erstmals die Leistung der Frauen am Bauhaus in allen gestalterischen Bereichen und stellt ihr Leben, Werke und Wirken vor.


Donnerstag, 26.09.2019, 18 Uhr
Ausstellungsrundgang/Gespräch mit den Künstlerinnen


Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.






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Lesung und Gespräch mit Dr. Ulrike Müller


08.06. - 11.08.2019

TAM TAM

Ina Bierstedt
Susanne Lorenz

Ausstellungseröffnung: Freitag, 7. Juni 2019, 19 Uhr
Begrüßung: Clara Herrmann, Bezirksstadträtin für Kultur und Weiterbildung
Einführung: Dr. Angelika Richter, Kunstwissenschaftlerin

Tam Tam
Was wird denn heut gespielt?

Ina Bierstedt und Susanne Lorenz befassen sich in Tam Tam mit gesellschaftlichen Formen der Aufführung
zwischen politischem Aktivismus und Lähmung, kollektivem Gedenken und Beschweigen einer vergangenen oder erneuten „Wendezeit“.

Die in Hannover geborene Bildhauerin Susanne Lorenz beschäftigt sich in ihrer aktuellen Werkreihe „Familie Schweben / Agility“ mit dem politischen Körpergefühl zwischen Akteur- und Zuschauerdasein, Zielfülle und Bezugsleere. Ihre Arbeiten visualisieren das Pendeln zwischen Handeln und Geschehenlassen und sind inspiriert u.a. vom sogenannten Agility und dessen Geschicklichkeitsübungen für Mensch und Tier zur Verbesserung der Körperagilität und sozialen Kommunikation. Während die „Wippe Los“, die „Tribüne Hey Ho“ und die „Kreisel WeMe / „MirWir“ das Schweben zwischen Zaudern, Aktion und Vorführung spürbar machen, zitiert „Whisper“ das Graffiti eines anonymen Protestes in der DDR und zeigt, wie sich geschichtliche Bilder tradieren und in veränderter politischer Lage neu aufladen und Sinn erzeugen können. So scheint „Befreit uns nochmal“ höchst aktuell bezüglich der Frage nach einem derzeitigen UNS, dessen aktiver und passiver Rolle, sowie einem WOVON.

Ina Bierstedt, die in der DDR geboren und aufgewachsen ist, thematisiert in ihrem neuen Werkzyklus „Canterville“ die andere Seite des Erinnerns, die Spielarten des Verdrängens und Vergessens. Bilder vom Zirkus, als Ort der Unterhaltung und des Spektakels, spielen hier ebenso eine Rolle, wie ihre Kindheitserinnerungen an den unverwüstlichen Blutfleck im Teppich in einem alten englischen Gutshaus aus dem Fernsehfilm „Das Gespenst von Canterville“ nach einer Erzählung von Oscar Wilde: Ein namhafter Geist soll für einen Spuk in einem alten englischen Haus verantwortlich gewesen sein. Die einziehende amerikanische Familie lässt sich nicht einschüchtern und anstatt sich zu fürchten, kämpft sie gegen jegliche Spukversuche mit modernsten Hilfsmitteln an. Ina Bierstedt verwendet in ihrer Malerei der Serie „Barocke Tarnung“ den aus der DDR bekannten Strichtarn als Bildträger. Dieser Tarnstoff findet heute im Militärischen keinen Einsatz mehr. In der räumlich-installativen Arbeit „Outwork“ verknotet sie diesen Stoff zu einem überdimensionierten Seil, welches sowohl an eine entspannende Liegemöglichkeit als auch an ein träge bewegliches Fitnessgerät erinnert.

Im internationalen Spektakel gehört der Auftritt mit Tam Tam und das großzügige Verwenden von Superlativen zum Geleit einer gewinnversprechenden Performance. Mittendrin kommen spezifische Motive und real-existierende Erinnerungen wie ein leiser Spuk zurück. Für den politischen Körper kann sich das lähmend anfühlen oder schwindelig wie beim Turnen einer mehrfachen „Wendevorzurück". Wir sind die Körper des Schwindels und der Lähmung und irgendwo, vielleicht in feinen bis artistischen Dreh- und Balanceübungen lässt sich die Haltung finden - bevor es kippt.


Sonntag 16. Juni 2019, 17 Uhr
wendevorzurück
Gespräch über künstlerische und politische Aktion vor 1989 in Ost und West
mit den Autor*innen/Künstler*innen Gabriele Stötzer (Erfurt) und Wolfgang Müller (Berlin)
Moderation: Tina Bara, Fotografin

Sonntag, 11. August 2019, 16 Uhr
Finissage mit artistischer Darbietung


www.inabierstedt.de
www.susanne-lorenz.de

Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.


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Faltblatt

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Gespräch wendevorzurück

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Finissage



13.04. - 02.06.2019

Margot Sperling // Marguerite Blume-Cárdenas

Margot Sperling, Malerei und Zeichnung
Marguerite Blume-Cárdenas, Skulptur

Ausstellungseröffnung: Freitag, 12.04.2019, 19 Uhr
Begrüßung: Clara Herrmann, Bezirksstadträtin für Kultur und Weiterbildung
Einführung: Dr. Anita Kühnel, Kunsthistorikerin
Musik: Nadja Moser, Cello


Im April feiert die Malerin Margot Sperling ihren 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass zeigt die alte feuerwache Friedrichshain Zeichnungen, Aquarelle und Malerei,die Einblicke in vier Jahrzehnte ihres Schaffens gewähren. Seit ihrer Studienzeit 1967-1971 in Berlin Weißensee suchte die Künstlerin den Dialog mit einer dem Figürlichen verhafteten Bildhauerkunst. Wiederholt stellte sie mit Sylvia Hagen oder Gertraud Wendland aus, im projektraum diesmal mit Marguerite Blume-Cardénas.
Hinter diesem Dialog steckt die Suche nach verwandten, sich gegenseitig steigernden Haltungen, die den höchsten Ausdruck in der zurückhaltenden, zugleich bestimmten Form finden, das Gestische ebenso vermeidend wie die Narration, dem Motiv verpflichtet und doch vom Sachinhalt auf das Forminhaltliche verweisend.

Marguerite Blume-Cárdenas findet in ihren aus dem Stein gehauenen Torsi menschlicher Figuren einen Grad an Reduktion, der zugleich dem Material huldigt und die Strukturen des Steins nutzt. Ihre kompakten Skulpturen entfalten eine innere, aus Kontemplation geborene Dramatik von nachdrücklicher assoziationskraft und gleichzeitiger Selbstverständlichkeit. Form und Rhythmus des Anatomischen sind soweit herausgearbeitet wie sich darin Haltungen offenbaren, die existentiell begriffene Zustände sichtbar machen.

Stille Übereinkunft mit dem Motivischen prägt die Arbeiten Margot Sperlings. Ihre Porträts, Landschaften, Interieurs und Stillleben künden von dem Beharren auf Gewissheiten, dem Aufspüren des Beständigen, der Suche nach ganzheitlicher Ordnung im Zueinander stabiler Formgefüge. Seit den 1990er Jahren hat sie die zunächst gedämpfte, erdhafte Farbigkeit verlassen zugunsten klarer Farbkontraste, treten die Dinge in versachlichter Klarheit hervor. Margot Sperling lässt sich stets von den Form-Mysterien der gegenständlichen Welt inspirieren, um sie in die eigene Kunstwelt zu überführen. Auf diese Weise werden selbst die unscheinbarsten Alltagsdinge wie Früchte, Schalen oder Messer durch ihre bildnerische Präsenz geadelt.
Dr. Anita Kühnel


Dienstag, 07. Mai 2019, 19 Uhr
Lesung Christine von Brühl
Gerade dadurch sind sie mir lieb. Theodor Fontanes Frauen

Kaum ein Autor hat so eindrückliche Frauenfiguren geschaffen wie Theodor Fontane. Ob Grete Minde oder Effi Briest, ob Mathilde Möhring oder Jenny Treibel – sie erscheinen allesamt heute lebendiger denn je. Oft verarbeitete Fontane seine realen Erfahrungen mit starken Frauen, zu denen seine Ehefrau Emilie und seine geliebte Tochter Martha gehörten, für seine Figuren. Christine von Brühl zeigt in faszinierenden Porträts die Welt der Frauen, die Fontanes Leben und sein Werk bevölkern.


Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und
Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.


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Ausstellungsansichten, Fotos: Mariam Aslanishvili



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23.02. - 07.04.2019

DER PURPURNE RAUM

Mirella Pietrzyk, Zeichnungen
Susanne Müller, Objekte und Skulpturen

Ausstellungseröffnung: Freitag, 22. Februar 2019, 19 Uhr
Einführende Worte: Dr. Karin Rase, Kunsthistorikerin

Der purpurne Raum mit Arbeiten von Mirella Pietrzyk und Susanne Müller ist die 16. Ausstellung der Ausstellungsreihe von mir aus, die Künstlerinnen aus Friedrichshain-Kreuzberg präsentiert.

Mirella Pietrzyk ist vorwiegend Zeichnerin. Ihre Bilder zeichnen sich durch rätselhafte (meist weibliche), surreal anmutende Figurationen aus. Die Bilder schaffen eine künstliche Realität ohne die äußere Realität in Frage zu stellen: das Dasein in den Perspektiven des Zukünftigen, Vergangenen, Parallelen, irgendwo, irgendwann – nicht ohne leise Zuversicht, jedoch nicht ganz ohne Schrecken.

Bei den Skulpturen und Objekten der Bildhauerin Susanne Müller handelt es sich um Artefakte, die an archaische Formen erinnern, auch von diesen inspiriert sind und in einem sakralen Kontext stehen. Sie hängen, liegen, lehnen und stehen im Raum. Oft gibt es Durchbrüche bzw. ausgesägte Leerstellen, durch die man hindurchschauen kann. Wohin schauen wir? In andere Welten, andere Zeiten, in uns selbst, ins Nichts, in Jenseitiges?



Samstag, 30. März 2019, 16 Uhr
Ausstellungsrundgang/Gespräch mit den Künstlerinnen

Freitag, 05. April 2019, 18 Uhr
Finissage
Instant-Composition mit Welt am Draht: Claudia Risch (fl, sax),
Thorsten Bloedhorn (e-git) und Thomas Gerwin (live-electr, perc)


Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.


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Ausstellungsansichten, Fotos: Bernd Borchardt

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12.01. - 17.02.2019

LEBEN

Leben
Neun Positionen zu Biografie
Ergebnisse des Projektkurses Biografiearbeit am Photocentrum der Gilberto-Bosques-VHS Friedrichshain-Kreuzberg unter Leitung von Sibylle Hoffmann

Beteiligte Fotografinnen: Romy Bötticher-Timm, Anneliese Fechner, Gunda Güldner Sibylle Hoffmann, Almut Iser, Gabriele Kuhlewind, Constanze Kutschker, Max Moldau, Irina Voigt


Ausstellungseröffnung: Freitag, 11.01., 19 Uhr

Es sprechen: Peter Lattermann, Programmbereichsleiter für Fotografie
der Gilberto-Bosques-VHS Friedrichshain-Kreuzberg
Sibylle Hoffmann, Kursleiterin

In diesem Ausstellungsprojekt geht es um die Beschäftigung mit Lebensgeschichten: Biografien von Menschen aus dem Umfeld von Familie oder Freunden, aber auch von bekannten, berühmten Persönlichkeiten, die eine besondere Bedeutung für die Fotografinnen haben oder hatten als Vorbilder, Idole.
Die Biografie eines Menschen ist immer bezogen auf die Zeit, in der er lebt, also seine Gegenwart. In der Auseinandersetzung mit dem Leben eines anderen ergibt sich daraus ein Bezug zu dessen Vergangenheit und Zukunft.
Da Biografiearbeit immer auch Erinnerungsarbeit ist, ist das fotografische Bild wesentlicher Bestandteil einer Annäherung, die über eigene Fotografien, Archivbilder und ergänzende Texte gelingt. So gibt es in dieser Ausstellung Ansätze, die bewusst subjektive Schwerpunkte in der Auseinandersetzung mit bekannten Personen, aber auch mit der eigenen Familie setzen. Andere Arbeiten verwenden gefundenes Bildmaterial, stellen in fragmentarischer Weise neue biografische Zusammenhänge her und fragen nach dem, was bleibt.


Rundgang/Künstlerinnengespräch: Samstag, 26.01.2019, 15 Uhr
Finissage/Lesung zu biografischen Texten: Sonntag, 17.02.2019, 16 Uhr

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Foto: Anneliese Fechner






 


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